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| Enterohämorrhagische Escherichia Coli |
Enterohämorrhagische Escherichia coliEnterohämorrhagische Escherichia coli (EHEC)
sind bestimmte pathogene Stämme des Darmbakteriums Escherichia coli (E. coli), die beim Menschen gefährliche, blutige Durchfallerkrankungen auslösen können.
Erreger
E. coli ist ein ubiquitäres gramnegatives Stäbchenbakterium, welches häufig Durchfallserkrankungen verursacht. Es gibt zahlreiche serologisch unterscheidbare Stämme, die nach ihrer krankmachenden Potenz eingeteilt werden. Außer den hier behandelten EHEC, die 1977 erstmals beschrieben wurden, gibt es enteropathogene E.coli (EPEC), enterotoxinbildende E.coli (ETEC), und enteroinvasive E.coli (EIEC).
Enterohämorrhagische Escherichia-coli (EHEC)-Bakterien haben mehrere Besonderheiten, die ihre krankmachende (pathogene) Potenz erhöhen: Sie können sich durch ein spezielles Hüllenprotein (Adhäsin) an die Epithelzellen der Darmwand anheften. Zweitens hesitzen sie durch eine Phageninfektion ein Gen für die Produktion eines Toxins, welches Änhnlichkeit mit dem neurotoxischen und nekrotisierenden Toxin von Shigella dysenteriae hat und als Shiga-Toxin oder auch Vero-Toxin (Verozellen = Affennierenzellen) bezeichnet wird. Schließlich produzieren die EHEC-Stämme auch noch ein plasmidkodiertes Hämolysin (Blutzellen-zerstörendes Toxin). Auf die 3 häufigsten Serogruppen 0157, 0103 und 026 verteilten sich fast 60% der Erreger.
Die krankmachenden EHEC gelten nur als Untermenge der "Shigara-Toxin-bildenden E. coli, STEC" (synonym "Vero-Toxin-bildende E. coli, VTEC"), d.h. es soll auch nicht-pathogene, aber toxinbildende Stämme geben. Da alle bisher beim Menschen gefundenen VTEC auch pathogen wirken, ist diese Unterscheidung umstritten. Potentiell ist jeder STEC/VTEC-Stamm ein EHEC-Stamm.
Ansteckung
Der Erreger und die von ihm verursachten Infektionserkrankungen treten weltweit auf. Das Hauptreservoir des Erregers bilden Wiederkäuer, vor allem Rinder, aber auch Schafe und Ziegen. Der Erreger kann mit der Nahrung, insbesondere mit rohem Fleisch oder Rohmilch, aufgenommen werden; über fäkalienverseuchtes Trink- und Badewasser. Außerdem ist eine direkte Ansteckung möglich.
Bisher wurde eine Vielzahl von Vehikeln für menschliche Infektionen nachgewiesen: z. B. Rinderhackfleisch, Salami, Mettwurst, Rohmilch, nicht pasteurisierter Apfelsaft, Salat, Sprossen, Bade- und Trinkwasser . Eine Übertragung durch direkte Tier-Mensch-Kontakte (z. B. in Streichelzoos oder bei Besuchen landwirtschaftlicher Betriebe) ist möglich. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch wurde in Familien, Kindertagesstätten, Altenheimen und Krankenhäusern nachgewiesen. Bereits ca. 100 Bakterien genügen für eine Ansteckung.
Epidemiologie
Seit die bundesweite Meldepflicht 1998 eingeführt wurde, zeigt sich ein kontinuierlicher Anstieg der Meldezahlen, hierbei spielt jedoch vermutlich auch eine zunehmend vollständigere Erfassung der Erkrankungsfälle eine Rolle. Mehr als die Hälfte der übermittelten Fälle betraf Kinder unter 5 Jahren. Die geographische Verteilung der Erkrankungen variiert stark. Die Flächenbundesländer mit den höchsten Inzidenzen sind Bayern, Rheinland-Pfalz und Niedersachsen. Nur in knapp der Hälfte der übermittelten Fälle liegen Angaben zur Serogruppe vor, daher haben diese Zahlen zur Epidemiologie der unterschiedlichen Serogruppen in Deutschland nur eine begrenzte Aussagekraft. Auf die 3 häufigsten Serogruppen 0157, 0103 und 026 verteilten sich fast 60% der Erreger mit Angaben zur Serogruppe . Etwa 15% der Fälle wurden im Rahmen von Häufungen übermittelt. Auch zur Epidemiologie der EHEC-Infektionen besteht noch erhebhcher Forschungsbedarf.
Krankheitsverlauf, Komplikationen
Eine Infektion kann frei von Symptomen verlaufen. Andernfalls tritt nach einer Inkubationszeit von typischerweise 1-3 Tagen, vereinzelt aber auch bis zu 8 Tagen, eine Gastroenteritis auf, die sich zu einer enterohämorrhagischen Colitis entwickeln kann. Die Toxine zerstören die Zellen der Darmwand und der Blutgefäßwände.
Als schwere Komplikation von EHEC-Darminfektionen ist auch das enteropathische hämolytisch-urämische Syndrom (HUS) mit oder ohne neurologische Komplikationen möglich (meldepflichtig!). Ein HUS kann in etwa 85% der Fälle auf eine EHEC/ STEC-Infektion zurückgeführt werden, kommtaber auch bei Shigellen oder anderen Erregern vor. Neuere Untersuchungen haben gezeigt, dass die thrombotisch-thrombozytopenische Purpura (TTP), die üblicherweise auch in diesem Zusammenhang genannt wurde, ein anderes Krankheitsbild mit unterschiedlicher Ursache ist, deshalb wird sie durch die amtliche Statistik nicht mehr erfasst und auch hier nicht mit aufgeführt. Im Jahr 2001 wurden 64 Fälle von HUS an das Robert-Koch-Institut in Berlin übermittelt, im Jahr 2002 waren es mit 114 fast doppelt so viel, 2003 waren es 81 Fälle. Zu dem Anstieg der Fallzahlen im Jahr 2002 trugen zwei überregionale Häufungen von HUS-Erkrankungen bei, die in Zusammenarbeit zwischen dem RKI und den betroffenen Landesgesundheitsbehörden untersucht wurden. Beide Häufungen wurden durch die sonst sehr selten festgestellte "Sorbitol-fermentierende Variante" von EHEC 0157: H- verursacht, die bereits 1988 und 1996 zu Ausbrüchen in Bayern geführt hatte. Eine im Dezember 2002 durchgeführte Fallkontrollstudie ergab Hinweise auf einzelne Produkte als mögliche Risikofaktoren (selbst gepresster Apfelsaft und ein Joghurtprodukt); die definitive Ursache des Ausbruchs konnte jedoch nicht geklärt werden.
Die Ausscheidung der Bakterien erfolgt typischer Weise über einen Zeitraum von 5-20 Tagen, kann sich insbesondere bei Kindern jedoch auch über mehrere Monate erstrecken. Selbst bei symptomlosen verlauf ist in dieser Zeit eine Ansteckung anderer Personen möglich.
Therapie
Eine Bekämpfung des Erregers durch Antibiotika ist nicht erfolgversprechend, da schnell Resistenzen auftreten, die Ausscheidung der Bakterien verlängert oder der Krankheitsverlauf durch eine erhöhte Toxinbildung verschlimmert werden kann. Die Behandlung erfolgt symptomorientiert. Die Komplikationen (HUS und TTP, s.o.) müssen intensiv behandelt werden, z.B. durch Blutwäsche.
Meldepflicht
In Deutschland sind der Verdacht oder Nachweis einer EHEC-Infektion nach dem Infektionsschutzgesetz meldepflichtig, wenn entweder a) ein HUS vorliegt, b) zwei oder mehr Personen erkrankt sind, oder c) ein Erkrankter im Lebensmittel- oder Gaststättengewerbe tätig ist. Laborärzte müssen jeden Nachweis eines EHEC-Stammes bei der zuständigen Behörde (Gesundheitsamt) unverzüglich melden.
Quellen
- [http://www.gapinfo.de/gesundheitsamt/alle/seuche/infekt/bakt/ehec/ EHEC-Informationen des Gesundheitsamtes Garmisch-Partenkirchen], auf dieser Seite:
- [http://www.gapinfo.de/gesundheitsamt/alle/seuche/infekt/bakt/ehec/mb/ Merkblatt für Ärzte: EHEC-Infektionen], Robert-Koch-Institut
- [http://www.gapinfo.de/gesundheitsamt/alle/seuche/infekt/bakt/ehec/rg/ Ratgeber: Infektionen durch EHEC], Robert-Koch-Institut
Kategorie:Gastroenterologie
Kategorie:Mikrobiologie
Kategorie:Archaeen und Bakterien
Kategorie:Meldepflichtige Krankheit
PathogenPathogen (griechisch pathos = Krankheit, genein = entstehen) bezeichnet die Eigenschaft eines belebten Objekts, als Krankheitserreger zu fungieren. Den Menschen betreffende Krankheitserreger werden als humanpathogen bezeichnet. Darunter fallen beispielsweise bestimmte Viren wie das HIV (AIDS) oder verschiedene Influenza-Viren (Grippe), Bakterien wie beispielsweise Borrelia burgdorferi (Borreliose) oder das Cholerabakterium (Vibrio cholerae).
Die Idee der Pathogenität von Mikroorganismen entstand zum Ende des 18. Jahrhunderts hin. In dieser Zeit wurde der Streit zwischen Kontagionisten, also Vertretern der Idee der ansteckenden Krankheiten, und Antikontagionisten zugunsten ersterer entschieden. Die Übertragbarkeit von Krankheiten durch pathogene Organismen wird schulwissenschaftlich nicht angezweifelt.
Seltener findet der Begriff Psychopathogenität als Eigenschaft inhumaner Inhalte und Dogmen verschiedener Religionen und Ideologien Verwendung. In Analogie zur Pathogenität ist es ihre Eigenschaft, "krankheitserregend" dem Geist gegenüber zu wirken.
Siehe auch
Desinfektion, Händedesinfektion
Kategorie:Hygiene
Kategorie:Infektionskrankheit
Kategorie:Mikrobiologie
Gramfärbung
Die Gram-Färbung ist eine Methode zur differenzierenden Färbung von Bakterien. Sie ist nach dem dänischen Arzt und Bakteriologen Hans Christian Gram benannt, der sie ca. Ende des 19. Jahrhunderts entwickelte.
Verschiedene Bakterien reagieren auf diese Färbung unterschiedlich. Daraus folgt eine Einteilung in sog.
- Gram-positive Bakterien, die nach dem Färbegang violett/blau erscheinen, und
- Gram-negative Bakterien, die rot gefärbt werden.
Dies ist ein wichtiges Kriterium für die Unterscheidung verschiedener Bakterien nach der Struktur ihrer Zellwand.
Bedeutend ist das Färbeverfahren z.B. bei der Diagnostik von Infektionskrankheiten. "Gram-positive" und "Gram-negative" Bakterien reagieren unterschiedlich auf Antibiotika. Mit dieser schnellen diagnostischen Methode kann man in kurzer Zeit (ca. 5 Minuten) anhand eines Abstriches das "Gramverhalten" der Bakterien bestimmen. Damit hat man die Möglichkeit, sofort mit einer antibiotischen Therapie zu beginnen, bevor das Ergebnis der oft mehrere Tage dauernden definitiven Keimbestimmung vorliegt.
Methode der Gram-Färbung
Die Färbung setzt sich aus den drei Stufen Färben-Entfärben-Gegenfärben zusammen. In der ersten Phase wird mit Karbol-Gentianaviolett eingefärbt, wodurch alle Bakterien, grampositive wie auch gramnegative, gefärbt werden. Durch eine nachfolgende Behandlung mit Lugol-Lösung bilden sich größere Komplexe, die Bakterien erscheinen dunkel blau-violett. Die entscheidende zweite Phase bestimmt nun, ob die Bakterien als gram-positiv oder gram-negativ zu klassifizieren sind: Bei einer Behandlung mit Alkohol werden Gram-negative Bakterien, die eine dünnere Mureinschicht in ihrer Zellwand besitzen, wieder entfärbt und sind nun farblos, Gram-positive Bakterien werden dagegen durch Alkohol nicht entfärbt, weil ihre dickere Mureinschicht die Komplexe zurückhält. Zur Darstellung der Gram-negativen Bakterien werden diese abschließend mit Carbolfuchsin gegengefärbt und erscheinen nun rot.
Andere Methoden zur Unterscheidung von Gram-positiven und Gram-negativen Bakterien
KOH-Test
Eine kleine Menge Bakterienmasse (von einer Agar-Kultur) wird in einem Tropfen KOH-Lösung suspendiert. Bei Gram-positiven Bakterien führt die konzentrierte Lauge zu keiner Reaktion, zieht man eine Nadel durch das Gemisch, verhält es sich wie eine normale Flüssigkeit. Die Zellwand von Gram-negativen Bakterien dagegen ist zu dünn, um der Lauge Widerstand zu leisten. Die Zellen brechen auf, und die DNS wird freigesetzt. Wird die Nadel durch diese Lösung gezogen, zeigt sich aufgrund der erhöhten Viskosität durch die freigesetzte DNS eine Fadenbildung.
Aminopeptidasetest
Der Aminopeptidasetest beruht darauf, dass das Enzym L-Alaninaminopeptidase, von wenigen Ausnahmen abgesehen, nur bei Gram-negativen Bakterien nachgewiesen werden kann. Eine kleine Menge der zu untersuchenden Bakterien wird in einem Reagenzglas in etwas sterilem, destilliertem Wasser suspendiert. Zum Nachweis dient ein Teststreifen, der die Peptidaseaktivität anzeigt, indem er sich nach 10- bis 35-minütiger Bebrütung bei 37°C sattgelb einfärbt.
Kategorie:Mikrobiologische Färbung
ko:그람 염색
zh-min-nan:Gram ní-sek-hoat
SerologieAls Serologie bezeichnet man die Wissenschaft und Lehre von den Antigen-Antikörper-Reaktionen, soweit sie in vitro ablaufen. Sie ist demnach ein Teilgebiet der Immunologie.
Die Serologie befasst sich unter anderem mit der Entwicklung von spezifischen Nachweisen von Antigenen und Antikörpern. Das ist möglich, weil die Antigen-Antikörper-Reaktionen sehr spezifisch sind. Damit wird einerseits die Identifizierung von Antigenträgern wie zum Beispiel Krankheitserregern ermöglicht. Andererseits können durch den spezifischen Nachweis bestimmter Antikörper im Blut Krankheiten diagnostiziert werden. Beispielsweise kann so eine Borreliose-Infektion nachgewiesen werden.
Dem Verfahren zum Nachweis von Antikörpern sind jedoch Grenzen gesetzt aufgrund zweier zeitlicher Faktoren: Zum Einen muss der infizierte Organismus überhaupt mit der Bildung von Antikörpern begonnen haben, zum Zweiten müssen diese in ausreichender Konzentration vorliegen.
Siehe auch
Blutkörperchen, Blutserum, Heilserum, Blutgruppenserologie
Kategorie: Labormedizin
BakteriophageAls Bakteriophagen oder einfach Phagen (von griechisch phagein: fressen) bezeichnet man eine Gruppe von Viren, die sich auf Bakterien als Wirtszellen spezialisiert haben. Diese Wirtsspezifität wird bei der taxonomischen Einordnung der Phagen zu Rate gezogen, man unterscheidet also zum Beispiel Coli-, Staphylokokken-, Diphtherie- oder Salmonella-Bakteriophagen u.a.
Geschichte
Phagen wurden 1917 von dem Kanadier Félix Hubert d'Hérelle erstmals beschrieben. Zwar hatte der Engländer Frederick Twort bereits 1915 an Staphylokokken-Kulturen Zersetzungsprozesse beobachtet, die auf die Einwirkung von Bakteriophagen zurückzuführen sind, jedoch wurde seine Veröffentlichung praktisch nicht beachtet. d‘Herelle stellte sich den Bakteriophagen als ein „ultravisibles, korpuskulares Lebewesen“ vor, das in einer Grundform existiere und sich an verschiedene Wirte, also Bakterien anpasse. Tatsächlich sind Bakteriophagen nach heutigem Wissensstand hochspezialisierte Parasiten, die an einen spezifischen Wirt gebunden sind. Die ersten Phagen, die untersucht wurden, waren sieben Phagen des Bakteriums Escherichia coli. Sie wurden in der Reihenfolge ihrer Entdeckung als Typ 1 (T1), Typ 2 (T2) und so weiter benannt.
Aufbau
Escherichia coli
Bakteriophagen werden nach ihrer morphologischen Struktur, ihrem Erbmaterial und ihrem Wirt eingeteilt. So unterscheidet man DNA-Phagen mit einsträngiger DNA, so genannte ss-DNA-Phagen (von engl. single-stranded) und doppelsträngiger DNA, sogenannte ds-DNA-Phagen (von engl. double-stranded). Die hier exemplarisch behandelten Escherichia coli-Phagen der T-Reihe werden zu letzterer Gruppe gezählt. Sie zeichnen sich gegenüber anderen Bakteriophagen durch einen relativ komplexen Aufbau aus. Grundlegend setzen sich die sogenannten T-Phagen aus einer Grundplatte, einem Injektionsapparat und einem Kopf, dem so genannten Capsid zusammen. Die Grundplatte (die wie Capsid und Injektionsapparat aus Proteinen aufgebaut ist) ist mit Schwanzfibern und spikes besetzt, die der Adsorption auf der Wirtszellwand dienen. Der Injektionsapparat besteht aus einem dünnen Rohr, auch Schwanzrohr genannt, durch das die Phagen-DNA in die Wirtszelle injiziert wird. Das Rohr wird von einer kontraktilen Schwanzscheide umhüllt, die sich während der Injektion zusammenzieht. Das Capsid ist aus 20 gleichartigen, dreieckigen Proteinplatten, den Capsomeren, zu einem Ikosaeder aufgebaut und enthält die DNA des Phagen. Aufgrund dieses Aufbaus zählen die E. coli-T-Phagen zu den strukturell komplexesten Viren.
Phagen mit einsträngiger DNA sind dagegen meist klein, sphärisch und schwanzlos oder filamentös.
Die ebenfalls auftretenden RNA-Phagen bestehen meist (soweit bis zu diesem Zeitpunkt beschrieben) aus einer Proteinhülle, die ein einsträngiges RNA-Molekül umschließt. Der Durchmesser dieser Phagen beträgt etwa 25 nm, sie gehören also zu den kleinsten Phagen.
Vermehrung von Bakteriophagen
Viren benötigen mangels eines eigenen Stoffwechsels zur Reproduktion einen Wirt, im Falle der Bakteriophagen eine lebende (geeignete) Bakterienzelle. Die Reproduktion lässt sich in fünf Phasen untergliedern :
# Adsorption an spezifische Zellwandrezeptoren,
# Injektion der Phagen-DNA in die Wirtszelle,
# Transkription des Virusgenoms, Translation der viralen mRNA, Replikation der Virusnukleinsäure und Entstehung von Virusbauteilen,
# Zusammenbau zu reifen Phagenpartikeln, dem assembly,
# Freisetzung der fertigen Viruspartikel durch Lysis der Wirtszelle.
Allerdings verläuft die Vermehrung von Phagen nicht immer nach dem oben beschriebenen Schema ab: man unterscheidet lytischen und lysogenen Vermehrungszyklus beziehungsweise Infektionszyklus.
Anwendungsgebiete
Phagen haben in Medizin, Biologie, Agrarwissenschaften vor allem im Bereich der Gentechnologie ein breites Anwendungsspektrum gefunden. So verwendet man Phagen in der Medizin aufgrund ihrer Wirtsspezifität zur Bestimmung von bakteriellen Erregern. Dieses Verfahren nennt man Lysotypie. Aufgrund der immer häufiger auftretenden multiplen Antibiotikaresistenzen wird zurzeit intensiv an der Anwendung von Bakteriophagen als Antibiotika-Ersatz in der Humanmedizin geforscht. Probleme ergeben sich hierbei durch die geringe Stabilität von Phagen im Körper, da sie in recht kurzer Zeit durch Fresszellen als Fremdkörper beseitigt werden. Diese Anwendung von Phagen als Antibiotika-Ersatz wurde bereits 1916 von Felix d'Herelle entdeckt, wurde jedoch mit der Einführung der Chemotherapie per Antibiotika als unpraktisch erachtet und geriet in Vergessenheit. D'Herelle gründete 1934 in Georgien das Eliava-Institut für Phagenforschung, welches heute noch besteht.
In der Gentechnik werden Phagen aufgrund des oben beschriebenen Phänomens der Temperenz als Vektoren benutzt. Hierzu werden Phagen so präpariert, dass ihrem Genom die Gene, welche die Virulenz hervorrufen, entnommen und durch Gene ersetzt werden, die für gentechnologische Belange interessant sind, wie beispielsweise Gene, die zur Insulinproduktion benötigt werden. Diese veränderten Phagen werden nun mit geeigneten Bakterien, zum Beispiel E. coli, in Kontakt gebracht. Nach einer Überprüfung, ob das gewünschte Gen in die Erbsubstanz des Bakteriengenoms integriert wurde (man bedient sich hierzu genexprimierter Antibiotikaresistenzen, die an die zu klonierenden Wunschgene angeschlossen werden) können die modifizierten Bakterienzellen weiterkultiviert werden und das in diesem Falle produzierte Insulin abgetrennt, gereinigt und für seine medizinische Verwendung abgepackt werden. Ähnlich werden Phagen in der Agrartechnologie zur Transduktion bestimmter Gene in Nutzpflanzen eingesetzt. Eine wichtige Anwendung in der Biotechnologie ist das Phagen-Display zur Isolierung neuer Wirkstoffe.
Einfacher als die Nutzung von Phagen ist jedoch die Transformation freier DNA, die heutzutage überwiegend zum Transfer in die Bakterienzellen verwendet wird.
Weblinks
- [http://www.infochembio.ethz.ch/links/virol_bakteriophagen.html Linksammlung]
Kategorie:Viren, Viroide und Prionen
ja:ファージ
Shiga-ToxinShiga-Toxin ist ein cytotoxisches Protein, produzieert von Shigella dysenteriae, dem Erreger der Shigellosen oder Bakterienruhr. Mittlerweile existieren auch bereits Stämme von Escherichia coli, die dieses Toxin produzieren.
Shiga-Toxin besteht aus zwei Untereinheiten, die über Sulfidbrücken miteinander verbunden sind. Die B-Untereinheit (7,6 kDa) bindet das Holotoxin an die Zelloberfläche. Daraufhin dringt die A-Untereinheit (28 kDa) in das Cytoplasma ein, wo es die Proteinsynthese hemmt.
Wegen seiner Größe und seines chemischen Aufbaus zählt Shiga-Toxin zu den Lektinen.
Kategorie:Chemische Verbindung
Kategorie:Mikrobiologisches Gift
Kategorie:Gift
Kategorie:Klinische Toxikologie
Plasmid
Plasmide sind kleine, ringförmige DNA-Moleküle, die neben der DNA (Desoxyribonukleinsäure) des "Bakterienchromosoms" (Kernäquivalents) innerhalb einer Bakterienzelle vorliegen können (Abb. 1). Sie kommen gewöhnlich nur in Bakterien vor, selten auch in Eukaryoten (z.B. als 2-Mikrometer-Ring in Saccharomyces cereviesiae). Ihre Größe beträgt zwischen 1 und 250 kbp - 1 (tausend Basenpaare).
Plasmide enthalten normalerweise ein oder zwei Gene, die für das Wirtsbakterium einen selektiven Vorteil, wie zum Beispiel eine Antibiotika-Resistenz, bedeuten. Jedes Plasmid enthält mindestens eine DNA-Sequenz, die als Origin of Replication (Startpunkt der DNA-Replikation) oder ori dient. Hierdurch kann das Plasmid unabhängig von der chromosomalen DNA dupliziert werden (Abb. 2).
Episome sind Plasmide, die sich in die chromosomale DNA des Wirtsorganismus integrieren können (Abb. 3). Daher können sie für eine lange Zeit stabil bleiben, werden mit jeder Zellteilung des Wirts verdoppelt und können sogar zu einem integralen Bestandteil seiner DNA werden.
Arten von Plasmiden
Es gibt zwei grundlegende Gruppen von Plasmiden, konjugierende und nicht-konjugierende. Konjugierende Plasmide enthalten ein so genanntes tra-Gen, das die Konjugation, den sexuellen Austausch von Plasmiden zwischen zwei Bakterien, auslösen kann (Abb. 4). Nicht-konjugierende Plasmide haben diese Fähigkeit nicht, sie können zusammen mit konjugierenden Plasmiden während der Konjugation übertragen werden.
Verschiedene Plasmidtypen können nebeneinander in ein und derselben Zelle existieren, in Escherichia coli z.B. bis zu sieben. Sind zwei Plasmide zueinander inkompatibel, wird eines von ihnen zerstört. Abhängig von der Fähigkeit, nebeneinander in derselben Zelle zu existieren, können sie also in Inkompatiblitätsgruppen eingeteilt werden.
Die Klassifikation von Plasmiden kann durch ihre Funktion erfolgen. Es werden fünf Hauptklassen unterschieden:
- Fruchtbarkeits-(F)Plasmide(siehe F-Plasmid), die nur tra-Gene enthalten. Ihre einzige Funktion ist die Einleitung der Konjugation.
- Resistenz-(R-)Plasmide, die Resistenzgene gegen Antibiotika oder Gifte enthalten.
- Col-Plasmide, die Gene enthalten, die für Colicine (Proteine, die andere Bakterien töten können) kodieren (d.h.: deren Bauanleitung enthalten).
- Degradations-Plasmide, die den Abbau von ungewöhnlichen Substanzen, wie z.B. von Toluol oder Salizylsäure ermöglichen.
- Virulenz-Plasmide, die ein Bakterium zu einem Krankheitserreger machen.
Eine besondere Art von Plasmiden stellen die sog. Ti-Plasmide (Tumor inducing) dar. Sie sind oft ein Bestandteil von bestimmten Bakterien (Agrobacterium tumefaciens oder A. Rhizogenes) und werden von diesen in Pflanzen übertragen. Dort verursachen sie die einzige bekannte Krebsart für Pflanzen.
Verwendung
Plasmide sind wichtige Werkzeuge der Molekularbiologie, Genetik, Biochemie und anderer biologischer und medizinischer Bereiche. Sie werden dann als Vektoren bezeichnet und dazu benutzt, um Gene zu vervielfältigen oder zu exprimieren. Viele der für diese Zwecke eingesetzten Plasmide sind kommerziell erhältlich. Sie leiten sich von den natürlich vorkommenden Plasmiden ab und beinhalten immer noch deren strukturelle Bestandteile wie den Origin of Replication. Außerdem wurden sie so verändert, dass sie leicht für Klonierungen verwendet werden können: Das zu vervielfältigende Gen wird in Plasmide eingefügt, die über ein Gen mit einer Antibiotika-Resistenz verfügen. Dann werden diese Plasmide in Bakterien eingebracht, die auf einem mit dem entsprechenden Antibiotikum behandelten Nährmedium wachsen. Es werden also nur die Bakterien überleben, die das Plasmid mit der Information für die Resistenz und damit auch das gewünschte Gen enthalten. Bakterien, die das Plasmid nicht aufgenommen haben, sterben durch das Antibiotikum ab. So wirkt das Antibiotikum als Selektionsmarker, der nur die Bakterien mit dem gewünschten Gen überleben lässt. Dies ist eine einfache und preiswerte Methode, um Gene oder deren Proteine in großen Mengen herzustellen - beispielsweise Insulin oder sogar Antibiotika.
Soll ein DNA-Abschnitt auf einen Organismus (Bakterium, Pflanze, Tier, Mensch etc.) übertragen werden, können ebenfalls Plasmide als Überträger verwendet werden. Bei Tier und Mensch ist dieses Verfahren besonders bei Muskelzellen sehr erfolgreich, da derartige Zellen - im Gegensatz zu beispielsweise Nervenzellen - reine Plasmid-DNA aus der Umgebung aufnehmen. Wenn das für einen solchen Transfer vorgesehene Plasmid-Genmaterial noch zusätzlich in sogenannte Liposome verpackt wird, läßt sich die Transferrate deutlich erhöhen.
Plasmide unter dem Elektronenmikroskop
Plasmide kann man durch geeignete Verfahren, z.B. durch Färbung mit Uran-Atomen (BAC-Spreitung), im Elektronenmikroskop sichtbar machen. Die Ringstruktur des Plasmids in Form einer um sich selbst gewundenen DNA hat dabei topologische Konsequenzen. Die Plasmide können in drei verschiedenen Gestaltformen vorliegen. Die Supercoil Form ist die natürliche Konformation des Plasmides. Da die DNA-Doppelhelix um sich selber gewunden ist und sich in einem geschlossenen Plasmid nicht entwinden kann, entsteht eine Torsionsspannung, wodurch sich der Plasmid im Raum um sich selber krümmt. (der gleiche Effekt ist bei Telefonschnüren zu beobachten, die sich um ihre eigene Achse festwinden). Bei der offenkettigen Form ist einer der beiden DNA-Stränge an einer Stelle gebrochen wodurch sich der offene Strang frei um den fixierten drehen kann, dadurch entspannt sich die Torsionspannung, das Plasmid liegt offen vor. Bei der linearen DNA sind beide Stränge gebrochen, die Kreisstruktur ist aufgehoben.
Transferrate
- 1 : DNA ist doppelsträngig, ihre Länge wird daher in komplementären Bausteinen oder Basenpaaren gemessen.
- 2 : Eine kurze, filamentöse Struktur bei konjugierenden Bakterien, die für den DNA-Austausch benutzt wird.
- 3 : Ein Gen zu exprimieren bedeutet, das Protein herzustellen, für welches das Gen kodiert.
Weblinks
- [http://www.i-s-b.org/wissen/broschuere/box4.htm www.i-s-b.org/wissen/broschuere/box4.htm] -- Plasmide als Werkzeuge der Gentechnik
- [http://www.accessexcellence.org/AB/GG/plasmid.html www.accessexcellence.org/AB/GG/plasmid.html] -- Cloning into a Plasmid
- [http://www.accessexcellence.org/AB/GG/inserting.html www.accessexcellence.org/AB/GG/inserting.html] -- Inserting a DNA Sample into a Plasmid
Kategorie:Mikrobiologie
ja:プラスミド
GastroenteritisAls Gastroenteritis - umgangssprachlich Magen-Darm-Grippe - wird ganz allgemein eine entzündliche Erkrankung des Magen-Darm-Traktes bezeichnet. Eine Magen-Darm-Grippe hat aber mit der "echten Grippe" (Influenza) nichts zu tun. Sie geht in der Regel mit Erbrechen und Durchfall einher. Eine Gastroenteritis kann verschiedene Ursachen haben. Die Behandlung besteht in symptomatischen Maßnahmen. Zur Prophylaxe können im wesentlichen hygienische Maßnahmen beitragen.
Epidemiologie
Gastroenteritiden oder Magen-Darm-Entzündungen unterschiedlicher Ursache sind der häufigste Anlass für Durchfall und Übelkeit bei Kindern und Erwachsenen.
Ursachen
Infektionen
Die häufigste Ursache einer akuten Entzündung des Magen-Darm-Traktes sind Infektionen durch Viren (z. B. Rota-, Adeno-, Corona-, Noroviren), Bakterien (z. B. Salmonellen, Shigellen, Yersinien, Clostridium difficile, Vibrio cholerae) oder Protozoen (z. B. Amöben, Lamblien). Der Mechanismus, wie die Infektion zu den Symptomen führt kann sich unterscheiden. Überwiegend führen die Erreger zu einer Zerstörung der Schleimhaut unterschiedlichen Ausmaßes. Dadurch können Magen und Darm aufgenommene Nahrung nicht mehr Verdauen. Die unverdaute Nahrung bindet Wasser und macht den Stuhlgang so dünnflüssig. Bei einigen bakteriellen Magen-Darm-Infektionen führt die Produktion von Bakteriengiften (Toxinen) durch die Erreger zu einem vermehrten Salz- und Wasserverlust durch die Schleimhautzellen des Darmes. Dies ist zum Beispiel bei einer speziellen Sorte von Escherischia-coli-Bakterien, dem Erreger der typischen Reisediarrhoe, der Fall.
Toxine
Reichert sich nur das Bakteriengift in einem verdorbenen Nahrungsmittel an, kann auch dieses Toxin im Anschluss an den Konsum der entsprechenden Speise zur Entzündung der Schleimhaut führen. Es resultiert das Bild einer klassischen „Lebensmittelvergiftung“. Beispielhaft dafür kann das Toxin bestimmter Staphylokokken gelten. Auch Medikamente und andere Giftstoffe können zu einer „toxischen Gastroenteritis“ führen.
Physikalische Ursachen
Auch durch ionisierende Strahlen (Röntgenstrahlen, radioaktive Strahlen), zum Beispiel im Rahmen einer Krebsbehandlung, wird die Schleimhaut des Magen-Darm-Traktes, die sich mit hoher Geschwindigkeit immer wieder selbst erneuert, stark geschädigt, so dass sie ebenfalls ihre Verdauungsfunktion nicht mehr vollständig wahrnehmen kann.
Symptome
Insbesondere bei den infektiösen Gastroenteritiden wandert der Erreger oft von oben nach unten durch den Magen-Darm-Trakt und die Erkrankung beginnt mit Appetitlosigkeit, Übelkeit und Erbrechen. Lässt letzteres nach mehreren Stunden allmählich nach, kommt Durchfall hinterher. Dieser kann je nach Ausmaß der Schleimhautschädigung auch blutig sein. Die Darmbeweglichkeit ist während dieser Phase meistens gesteigert, was zu krampfartigen Bauchschmerzen führen kann. Auch Fieber als Allgemeinsymptom einer Infektion ist nicht selten.
Diagnostik
Die Diagnose lässt sich für den Arzt durch die typische Anamnese stellen. Neben der übliche körperlichen Untersuchungen kann eine Stuhlinspektion die Diagnose untermauern. Der Nachweis von verursachenden Erregern durch eine mikrobiologische Untersuchung ist von epidemiologischem Interesse und hat keine therapeutischen Konsequenzen. Eine Blutuntersuchung kann helfen, das Ausmaß des Wasser- und Salzverlustes abzuschätzen. Im Verlauf sind hierzu aber Gewichtskontrollen am aussagekräftigsten.
Komplikationen
Insbesondere bei Kindern kann es durch den Verlust von Flüssigkeit und Mineralien (Elektrolyten) zu einer zunehmenden Austrocknung des Körpers mit entsprechendem Gewichtsverlust kommen. Unbehandelt können in der Folge Kreislaufprobleme (Schock), ein Nierenversagen oder Krampfanfälle auftreten. Ebenfalls vorwiegend bei Kindern kann durch die gesteigerte Beweglichkeit des Darmes auch eine Einstülpung des Darmes in sich selbst (Invagination) entstehen.
Prophylaxe
In erster Linie gehören hygienische Maßnahmen insbesondere bei der Zubereitung von Nahrung zur Prophylaxe der Gastroenteritis. Die Tatsache, dass viele infektiöse Gastroenteritiden in den entwickelten Ländern kaum noch eine Rolle spielen, zeigt die Wichtigkeit der Hygiene zur Vorbeugung dieser Erkrankungen. Für einzelne Erreger existieren auch Impfungen, z. B. für Cholera oder Salmonella typhii. Für Rotaviren ist ein Impfstoff in der klinischen Erprobungsphase. Keine dieser Impfungen ist in Deutschland allgemein empfohlen.
Therapie
Da eine Behandlung in Form der Beseitigung der Ursache zumeist nicht möglich ist, beschränkt sich die Therapie in der Regel auf symptomatische Maßnahmen. Diese bestehen in erster Linie in dem Ersatz der Flüssigkeits- und Salzverluste, die durch das Erbrechen und den Durchfall entstehen. Idealerweise bietet man den Patienten hierzu standardisierte Lösungen mit einem Traubenzucker-Salz-Gemisch (WHO-Rehydratationslösung) an. Gelingt diese Form des Wiederauffüllens des Flüssigkeitshaushaltes („Rehydratation“) nicht, muss insbesondere bei Kindern, die besonders von einer Austrocknung bedroht sind, ggf. auch eine Infusion erfolgen. Ein vorsichtiger Kostaufbau von Anfang an kann die Erholung der zerstörten Darmschleimhaut befördern und sollte in Form von leicht verdauchlichen Kohlenhydraten (Zwieback, Salzstangen, Weißbrot u. a.) von Beginn an versucht werden. Die früher empfohlene initiale Nahrungspause führt statistisch zu Verlängerung der Durchfalldauer, was sich dadurch erklären lässt, dass zum einen der Darm sich die Bausteine zum Wiederaufbau direkt aus dem Nahrungsangebot holt, andererseits ein stillgelegtes Organ (Nahrungskarenz) keinen Anreiz hat, seine Funktion wieder aufzunehmen. In jüngerer Zeit legen immer mehr Studien nahe, dass auch sogenannte Probiotika die Durchfalldauer verkürzen können. Dabei handelt es sich um Bakterienstämme (Laktobazillus bifidus), die in der natürlichen Darmbesiedlung vorkommen und in Kapselform als vermehrungsfähige Sporen oder als Zusatz einer fertigen Rehydratationslösung verabreicht werden können. Als unterstützende symptomatische Maßnahmen können Medikamente, die das Erbrechen hemmen (Anitemetika) oder die Darmtätigkeit lähmen (Opiate, z. B. Loperamid) eingesetzt werden. Hierbei müssen allerdings die möglichen Nebenwirkungen beachtet und das Risiko sorgfältig gegen den möglichen Nutzen abgewogen werden. Eine antibiotische Behandlung ist auch bei Nachweis von Bakterien als verursachendem Erreger nur in Ausnahmefällen mit septischem Verlauf in Erwägung zu ziehen, da insbesondere bei Salmonellen-Infektionen hierdurch die Rate der Dauerausscheider signifikant erhöht wird.
Meldepflicht
Bei Infektionen durch enterohämorrhagische Colibakterien (EHEC), durch Salmonella typhi/Salmonella parathypi, Cholera besteht nach dem Infektionsschutzgesetz eine Meldepflicht schon bei Verdacht, erst Recht bei Erkrankung oder Tod. Aber auch bei allen anderen Fällen von Lebensmittelvergiftung oder infektiöser Gastroenteritis ist schon der Verdachtsfall meldepflichtig, wenn entweder eine Person betroffen ist, die Lebensmittel verarbeitet oder wenn zwei oder mehr gleichartige Erkrankungen auftreten, bei denen ein epidemischer Zusammenhang vermutet wird.
Siehe auch:
- Erkrankungen im Zusammenhang mit Wasser
Weblinks
- [http://www.uni-duesseldorf.de/WWW/AWMF/ll/068-003.htm Leitlinien der Gesellschaft für Pädiatrische Gastroenterologie und Ernährung]
- [http://www.medizinfo.de/kinder/durchfall/gastroenteritis.htm MedizInfo - Gastroenteritis]
Kategorie:Infektionskrankheit
Kategorie:Kinderheilkunde
Enterohämorrhagische ColitisDie Enterohämorrhaghische Colitis (von enteros: Darm, hämmorrhagisch: blutend) ist eine schwere Enteritis (Entzündung des Darms, hervorgerufen durch sogenannte enterohämorrhagische Escherichia coli Bakterien (EHEC).
Wiederkäuer, vor allem Rinder, Schafe und Ziegen, aber auch Wildwiederkäuer (v.a. Rehe und Hirsche) werden als Hauptreservoir für EHEC angesehen. EHEC-Infektionen können zu schweren Darmentzündungen mit blutig-wässrigem Durchfall und starken Unterleibskrämpfen führen. Besonders bei Säuglingen, Kleinkindern, älteren Menschen und Abwehrgeschwächten kann es unter Umständen zu dramatischen und lebensbedrohlichen Krankheitsverläufen kommen.
Die EHEC-Bakterien können auch ein sehr schweres systemisches Krankheitsbild verursachen, das hämolytisch-urämische Syndrom (HUS). Dieses Krankheitsbild kann zu einem schweren Nierenversagen führen, bei dem in den meisten Fällen eine Dialyse durchgeführt werden muss. Bei fünf Prozent der aufgetretenen HUS-Fälle kommt es zu einer dauerhaften Nierenschädigung. Diese Patienten können nach überstandener akuter Erkrankung letztlich nur durch eine Nierentransplantation geheilt werden.
Kategorie:Gastroenterologie
Kategorie:Infektionskrankheit
Kategorie:Meldepflichtige Krankheit
Hämolytisch-urämisches SyndromDas hämolytisch-urämische Syndrom (Abkürzung HUS, auch Gasser-Syndrom) ist eine Krankheit, die hauptsächlich Kleinkinder und Säuglinge betrifft . Es tritt häufig nach Infekten (meist enterohämorrhagische E.coli-Stämme) auf und geht mit einer Schädigung von Blutzellen, Blutgefäßen und der Nieren einher. Im weiteren Verlauf kann es zum akuten Nierenversagen kommen.
Ebenso wie die thrombotisch-thrombozytopenische Purpura (TTP) wird das HUS auch als thrombotische Mikroangiopathie (TMP) bezeichnet. Beide Erkrankungen sind durch eine intravasale Gerinnungsstörung mit thrombotischen Verschlüssen kleinerer Arteriolen und Kapillaren gekennzeichnet, in deren Folge eine Coombs-Test-negative hämolytische Anämie und eine Thrombozytopenie auftreten.
Bei fulminantem Verlauf kann die Erkrankung unbehandelt tödlich enden.
Kategorie:Innere Medizin
Kategorie:Hämatologie
Kategorie:Nephrologie
2001
Jahreswidmungen
- 2001 ist „Internationales Jahr der Mobilisierung gegen Rassismus, Rassendiskriminierung, Fremdenfeindlichkeit und damit zusammenhängende Intoleranz“ (UNO)
- 2001 ist „Jahr des Dialogs zwischen den Kulturen“ (UNO)
- 2001 ist „Internationales Jahr der Freiwilligen“ (UNO)
- Die Mäandertrüffel (Choiromyces meandriformis) ist Pilz des Jahres (Deutsche Gesellschaft für Mykologie)
- Der Haubentaucher (Podiceps cristatus) ist Vogel des Jahres (NABU/Deutschland)
- Die Esche (Fraxinus excelsior) ist Baum des Jahres (Kuratoriums Baum des Jahres/Deutschland)
- Die Herbst-Drehwurz (Spiranthes spiralis) ist Orchidee des Jahres (Arbeitskreis Heimische Orchideen/Deutschland)
- Der Feldhase (Lepus europaeus) ist Tier des Jahres (Schutzgemeinschaft Deutsches Wild)
- Die Glockenblume (Campanula) ist Staude des Jahres (Bund deutscher Staudengärtner)
Politik
- 1. Januar: Moritz Leuenberger wird Bundespräsident der Schweiz
- 1. Januar: Griechenland. Beitritt zur Wirtschafts- und Währungsunion
- 6. Januar: Parlamentswahlen in Thailand
- 6. Januar: Ariel Scharon wird zum neuen Ministerpräsidenten Israels gewählt
- 7. Januar: John Agyekum Kufuor wird Staatspräsident von Ghana
- 14. Januar: Dr. Jorge Sampaio wird als Staatspräsident in Portugal in seinem Amt bestätigt
- 20. Januar: Gloria Macapagal Arroyo wird Staatspräsidentin auf den Philippinen
- 20. Januar: George W. Bush wird zum neuen Präsidenten der USA vereidigt
- 25. Januar: Armenien wird in den Europarat aufgenommen
- 25. Januar: Aserbaidschan wird in den Europarat aufgenommen
- 26. Januar: Demokratische Republik Kongo. Joseph Kabila wird Staatspräsident
- 2. Februar: José Maria Neves wird Premierminister von Kap Verde
- 7. Februar: Ariel Sharon wird Ministerpräsident von Israel
- 16. Februar: US-amerikanische und britische Kampfflugzeuge bombardieren Ziele nahe Bagdad, da der Irak gegen das Flugverbot verstoßen habe
- 20. Februar: Erste Kommunalwahlen im Jemen
- 25. Februar: Pedro Pires wird Staatspräsident vom Kap Verde
- 25. Februar: Republik Moldau. Parlamentswahlen
- 26. Februar: Vertrag von Nizza, die Erweiterung der EU betreffend, unterzeichnet
- 1. März: Bulgarien. Volkszählung (bis 15. März)
- 4. März: In einer Volksabstimmung der Schweiz stimmen 76,7 % der Wahlbeteiligten für die Verfassungsinitiative „Ja zu Europa“ und damit gegen einen EU-Beitritt der Schweiz. Die Wahlbeteiligung lag bei 54,7 %
- 7. März: Algerien und Deutschland schließen ein Seeschifffahrtsabkommen
- 7. März: Dileita Mohamed Dileita wird Premierminister in Dschibuti
- 12. März: Die UNESCO bestätigt, dass Taliban zwei der größten aus dem 5. Jahrhundert n. Chr. stammenden Buddha-Statuen in Bamiyan, Afghanistan, zerstört haben
- 16. März: Katar. Der Streit um die Hawar-Inseln wird beendet durch Urteil des Internationalen Gerichtshofs
- 18. März: Die Gewerkschaft Ver.di wird in Berlin gegründet
- 25. März: Norwegen ist Mitglied des Schengener Abkommen
- 27. März: Laos. Bounnhang Vorachit wird Ministerpräsident
- 31. März: Sturz des Staatspräsidenten Bernard Dowiyogo von Nauru durch Misstrauensvotum
- 4. April: Vladimir Voronin wird Staatspräsident von der Republik Moldau
- 4. April: Silvia Cartwright wird Generalgouverneurin (Staatsoberhaupt) von Neuseeland
- 15. April: Der Investitionsschutz- und Förderungsvertrag zwischen Deutschland und El Salvador tritt in Kraft
- 29. April: Parlamentswahlen in Senegal
- 8. Mai: Serbien und Montenegro wird Mitglied in der Weltbank
- 13. Mai: Mazedonien. 6. Regierungsumbildung
- 22. Mai: Taliban erwägen, Hindus in Afghanistan zum Tragen einer Markierung zu verpflichten
- 29. Mai: König Abdullah II. von Jordanien auf Staatsbesuch in Deutschland
- 30. Mai: Die Kulturkommission zwischen Kanada und Deutschland trifft in Berlin zusammen
- 1. Juni: Interimsabkommen zwischen Mazedonien und der EU
- 1. Juni: Blutbad in Nepal. König Birendra und fast die ganze Familie wurden durch den Sohn Birendras getötet, der sich anschließend selbst tötet
- 4. Juni: Prinz Gyanendra Bir Bikram wird König von Nepal
- 7. Juni: Großbritannien. Wiederwahl von Tony Blair als Premierminister
- 8. Juni: Iran. Wiederwahl von Mohammad Chātemī zum Staatspräsidenten
- 16. Juni: Berlins Regierender Bürgermeister Eberhard Diepgen wird durch ein Misstrauensvotum im Zusammenhang mit dem Berliner Bankenskandal gestürzt. Sein Nachfolger wird Klaus Wowereit
- 17. Juni: Parlamentswahlen in Bulgarien
- 18. Juni: Mazedonien beendet die diplomatischen Beziehungen zu Taiwan
- 19. Juni: Mazedonien nimmt diplomatische Beziehungen zur Volksrepublik China auf
- 20. Juni: Pervez Musharraf wird Staatsoberhaupt in Pakistan
- 20. Juni: Pakistan. Das Parlament wird aufgelöst
- 24. Juni: Ilir Meta wird Regierungschef in Albanien
- 26. Juni: Bundeskanzler Gerhard Schröder besucht Ljubljana, Slowenien
- 28. Juni: Rumänien erhält Beobachterstatus in der OECD
- 28. Juni: Jugoslawien. Auslieferung von Ex-Präsident Milosevic an den Internationalen Strafgerichtshof
- 6. Juli: Weitere Länder erhöhen bei einer Konferenz in Genf, Schweiz, die an Burundi durch Frankreich zugesagten 440 Mio. USD auf 830 Mio. USD
- 20.: 22. Juli: In Genua findet der G8 Wirtschaftsgipfel statt. Dieser erlangt traurige Popularität, aufgrund der teilweise menschenrechtsverletzenden Brutalität der italienischen Polizei
- 23. Juli: Indonesien. Abdurrahman Wahid verliert sein Amt als Präsident. Frau Megawati Soekarnoputri wird neue Präsidentin
- 24. Juli: Bulgarien. Der ehemalige Zar Simeon II. wird zum Ministerpräsidenten gewählt
- 28. Juli: Dr. Alejandro Toledo Manrique wird Staatspräsident in Peru
- 5. August: Taliban schließen eine Shelter Now International Agentur in Afghanistan und nehmen 24 Mitarbeiter fest, da diese versucht hätten Muslime zum Christentum zu missionieren. Diese Tätigkeit kann in Afghanistan mit dem Tode bestraft werden
- 6. August: Bolivien. Präsident Banzer tritt wegen schwerer Krankheit zurück
- 14. August: Mexiko. Verfassungsänderung tritt in Kraft
- 27. August: Mazedonien. Beginn NATO-Operation „Essential Harvest“ (Waffeneinsammeln)
- 2. September: France Albert René wird als Staatspräsident auf den Seychellen in seinem Amt bestätigt
- 10. September: Parlamentswahlen in Norwegen
- 11. September: Terroranschläge in den USA auf das World Trade Center und das Pentagon
- 17. September: Republik Niger. Regierungsumbildung
- 21. September: Arnold Rüütel wird Staatspräsident in Estland
- 23. September: Parlamentswahlen in Polen
- 24. September: Das Freihandelsabkommen zwischen Jordanien und USA tritt in Kraft
- 27. September: Beim Zuger Attentat werden 14 Politiker von Friedrich Leibacher mit einem Sturmgewehr umgebracht
- 4. Oktober: Mazedonien. Beginn NATO-Operation „Amber Fox“
- 7. Oktober: Unter Präsident George W. Bush beginnen die Streitkräfte der USA ohne UNO-Mandat mit Luftangriffen auf das Gebiet Afghanistans und töten in den nachfolgenden Monaten über 1000 Zivilisten pro Woche. Dabei kommen auch Streubomben zum Einsatz. Die Ergreifung oder Tötung von Osama Bin Laden und Taliban-Chef Mullah Omar misslingt ihnen jedoch
- 11. Oktober: König Abdullah II. von Jordanien auf Staatsbesuch in Deutschland
- 19. Oktober: Parlamentswahlen in der Mongolei
- 19. Oktober: Kjell Magne Bondevik wird Ministerpräsident in Norwegen
- 19. Oktober: Leszek Miller wird Regierungschef in Polen
- 20. Oktober: Serbien und Montenegro wird Mitglied im IWF (Internationaler Währungsfond)
- 29. Oktober: Das Stabilisierungs- und Assoziierungsabkommen zwischen Kroatien und der EU wird in Luxemburg unterzeichnet
- 3. November: Neuwahlen in Singapur
- 5. November: Parlamentwahlen in Aserbaidschan
- 10. November: Australien. Wahlen zum Repräsentantenhaus
- 24. November: Aserbaidschan. Prof. Dr. Murtuz Aleskerov wird zum Parlamentspräsident gewählt
- 27. November: Beginn der Afghanistan-Konferenz „UN Talks on Afghanistan“ auf dem Petersberg bei Königswinter
- 30. November: Mazedonien. 7. Regierungsumbildung
- 2. Dezember: Volksabstimmung in der Schweiz über Abschaffung der Armee
- 8. Dezember: Verabschiedung des „EU-Japan-Action-Plans“
- 11. Dezember: Die Volksrepublik China tritt der Welthandelsorganisation WTO bei
- 16. Dezember: Parlamentswahlen in Chile
- 16. Dezember: Präsidentschaftswahl in Madagaskar
- 22. Dezember: Der Deutsche Bundestag stimmt der Entsendung deutscher Streitkräfte zur Umsetzung der Resolution 1386 des UN-Sicherheitsrates mit großer Mehrheit zu
- 22. Dezember: In Kabul wird Hamid Karsai zum Chef der Übergangsregierung ernannt
- 23. Dezember: Komoren. Annahme der neuen Verfassung durch Referendum
- 27. Dezember: Wahlen in Sambia
- 31. Dezember: Lettland. Die OSZE-Beobachtung wird beendet
Katastrophen
- 13. Januar: Ein Erdbeben der Stärke 7,7 in El Salvador. 852 Tote
- 26. Januar: Erdbeben der Stärke 7,7 in Indien, ca. 20.000 Tote
- 1. Februar: Angolanische Rebellen schossen über Luena, Angola, eine angolanische Militärmaschine vom Typ Antonow An-26 ab. Alle 22 Insassen kamen ums Leben
- 13. Februar: Ein Erdbeben der Stärke 6,6 in El Salvador. 315 Tote
- 4. März: Nähe Unadilla, Georgia, USA. Eine Militärmaschine, auf dem Weg von Florida nach Virginia, stürzte brennend ab. Alle 21 Soldaten und die 3 Personen der Crew starben
- 29. März: Aspen, Colorado, USA. Absturz einer Verkehrsmaschine von Los Angeles kommend. Alle 18 Menschen an Bord starben
- 3. Mai: Nach sintflutartigen Regenfällen kommt es zu einem Jahrhunderthochwasser im Oberbergischen Kreis, Deutschland: Die Flüsse Wiehl und Agger waren stark betroffen
- 23. Juni: Ein Erdbeben der Stärke 8,4 nahe der Küste von Peru. 138 Tote
- 3. Juli: Irkutsk, Russland. Eine Tupolew Tu-154 der Vladivostok Avia stürzte beim 3. Landeanflugversuch ab. Alle 145 Menschen an Bord starben
- 20. Juli: Der 23 jährige Carlo Giuliani wird während einer Demonstration im Rahmen des G8 Gipfels in Genua von einem Carabinieri erschossen
- 11. September: Am Morgen des 11. September 2001 wurde ein terroristischer Angriff gleichzeitig in New York City, Washington, D.C. und in der Nähe von Pittsburgh verübt. Vier Passagierjets wurden gekapert, davon wurden zwei in die Türme des World Trade Centers (WTC), welches daraufhin einstürzte, und eines in das Pentagon gesteuert. Das vierte Flugzeug stürzte ab, bevor es sein Ziel erreichte. Insgesamt starben etwa 3.000 Menschen bei den Anschlägen
- 27. September: Im Zuger Kantonalparlament werden 14 Politiker von einem Attentäter mit einem Sturmgewehr umgebracht, wovon die ganze Schweiz und die EU in tiefe Trauer versetzt wird
- 4. Oktober: Ukraine. Eine Tupolew Tu-154 der Sibir Air, auf dem planmäßigen Flug von Israel in die Ukraine, wurde während einer Militärübung auf dem Schwarzen Meer versehentlich durch eine Boden-Luft-Rakete abgeschossen. Alle 78 Menschen an Bord starben
- 8. Oktober: Mailand, Italien. Eine MD-87, auf dem Weg nach Kopenhagen, Dänemark, kollidierte während des Starts mit einer deutschen Cessna, welche irrtümlich im starken Nebel die falsche Rollbahn benutzte. Die Maschinen gerieten sofort im Flammen. Alle 118 Personen an Bord starben, ebenso 4 Mitarbeiter des Bodenpersonals
- 24. Oktober: Brandkatastrophe im Sankt-Gotthard-Tunnel
- 12. November: New York, USA. Ein Airbus A300 der American Airlines, auf dem planmäßigen Flug nach Santo Domingo, Dominikanische Republik, stürzte weniger als 3 Minuten nach dem Start vom John F. Kennedy International Airport in bewohntes Gebiet. Alle 260 Personen an Bord sowie 6 Anwohner starben. Aufgrund von hinterlassenen Luftströmungslinien einer Boeing 747 der Japan Airlines, wurde das Flugzeug in seinem zugewiesenen Kurs gestört, zur Behebung dieser Störung hatte der im Airbus A300 unerfahrene Pilot die Grenzwerte der Belastbarkeiten des Seitenruders überschritten, indem er es 3 Mal um etwa 1 Zentimeter zu weit steuerte. Daraufhin löste sich das gesamte Seitenruder und die Maschine ging in den Sturzflug über. Der Pilot hatte den zuständigen Fluglotsen des John F. Kennedy International Airport vor dem Start um 8 Kilometer Abstand von der Boeing 747 gebeten, damit die Maschine nicht in stärkere Luftturbulenzen geriet. Der Fall wurde anhand des Fundes des Seitenruders im Hafen von New York City untersucht. Da keine Schäden oder Konstruktionsfehler am Material entdeckt wurden, war klar, dass Airbus keine Schuld am Unglück zuzuweisen war, sondern nur dem zuständigen Piloten aufgrund von zu starkem Einlenken/Steuern des Seitenruders
- 19. November: Kalyazin, Russland. Eine Iljushin-18, auf dem planmäßigen Flug von Sibirien nach Moskau, stürzte etwa 250 km nordöstlich vor Moskau ab. Alle 27 Menschen an Bord starben
- 24. November: Zürich, Schweiz. Eine Passagiermaschine auf dem Weg von Berlin, Deutschland, nach Zürich, Schweiz, stürzte etwa 5 km vor dem Ziel ab. 24 der 33 Menschen an Bord starben, 5 mussten mit schweren Verletzungen in eine Klinik gebracht werden. Siehe auch: Crossair Flug 3597
- 2. Dezember: Khabarovsk, Russland. Eine Iljushin-76, eine Frachtmaschine des Militärs, auf dem Flug von Moskau nach Anadyr, fing über dem Beringmeer Feuer und stürzte ab. Alle 18 Menschen an Bord starben
Wissenschaft und Technik
- 15. Januar: Die Wikipedia, das heute größte Internet-Lexikon, geht online
- 12. Februar: Die US-amerikanische Raumsonde NEAR landet nach einem Jahr im Orbit um den Asteroiden Eros erfolgreich auf dessen Oberfläche
- 15. Februar: Im Rahmen des Humangenom-Projektes wird eine vorläufige Arbeitsversion des gesamten menschlichen Genoms vorgestellt
- 10. März: Die FSF Europe wird gegründet
- 28. April: 8. Mai: Dennis Tito, der erste Weltraumtourist der Raumfahrtgeschichte, absolviert seinen Raumflug zur Internationalen Raumstation ISS
- 21. Juni: Totale Sonnenfinsternis im südlichen Afrika
- 15. August: Nach über 60 Jahren startet Zeppelin mit dem Zeppelin NT wieder den Passagierflugbetrieb
- 14. Dezember: Ringförmige Sonnenfinsternis in Mittelamerika
- 22. Dezember: erste geklonte Katze kommt zur Welt
Gesellschaft
- Einführung des Weltmännertags
Kultur
- Mai: Das Vierte EJCF fand in Basel statt. Nächste Ausgabe wird 2004 sein
- 23. Mai: Feierliche Eröffnung des Museums der Phantasie in Bernried am Starnberger See
- 22. Juni: Die Volxtheaterkarawane wird von der italienischen Polizei festgenommen
- 15. Oktober: Tokelau wird assoziiertes Mitglied in der UNESCO
- Das Paul-Löbe-Haus wird eröffnet
- Erstmalige vergabe des Kulturpreis Deutsche Sprache
Sport
Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden siehe unter der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- Deutscher Fußball-Meister: Männer: FC Bayern München, Frauen: 1. FFC Frankfurt
- Deutscher Eishockey-Meister: Männer: Adler Mannheim, Frauen: TV Kornwestheim
- Eishockey-Weltmeister: Männer: Tschechien, Frauen: Kanada, U20-Junioren: Tschechien, U18-Junioren: Russland
- Tour de France-Sieger: Lance Armstrong
- 21. Januar: Jutta Kleinschmidt gewinnt als erste Frau die Rallye Paris-Dakar
- 27. Januar: Vitali Klitschko gewinnt seinen Boxkampf gegen Orlin Norris in der Rudi-Sedlmayer-Halle, München, Deutschland, durch K. o.
- 24. März: Wladimir Klitschko gewinnt seinen Boxkampf gegen Derrick Jefferson in der Rudi-Sedlmayer-Halle in München, Deutschland, durch technischen K. o.
- 22. April: Hasim Rahman gewann seinen Boxkampf und Weltmeistertitel im Schwergewicht gegen Lennox Lewis in Carnival City, Brakpan, Südafrika, durch K. o.
- 19.-26. Mai: Die VI. Arafura Games fanden in Darwin (Stadt), Australien, statt
- 23. Mai: Bayern München gewinnt die Champions League 2001 gegen Valencia mit 6:5 n.E
- 4. August: Wladimir Klitschko gewinnt seinen Boxkampf gegen Charles Shufford, USA, in Mandalay Bay, Las Vegas, Nevada, USA, durch technischen K. o.
- 17. November: Lennox Lewis gewann seinen Boxkampf und Weltmeistertitel im Schwergewicht gegen Hasim Rahman in Mandalay Bay, Las Vegas, Nevada, USA, durch K. o.
- 8. Dezember: Vitali Klitschko gewinnt seinen Boxkampf gegen Ross Puritty in der Arena Oberhausen, Oberhausen, Deutschland, durch technischen K. o.
Diverses
- Sommer: in Garmisch-Partenkirchen wurde nach nur anderthalb Tagen Betriebszeit eine Ampel wieder abgeschaltet, nachdem sich der Verkehr schon kurze Zeit nach Inbetriebnahme bis weit auf die B2 zurückstaute. Die entstandenen Kosten beliefen sich auf rund 76.000,- €
- 18. Mai: Alfons Constantin Maria, Sohn von Prinz Maximilian von Liechtenstein und Angela Brown
- 25. Oktober: Prinzessin Elisabeth Thérèse Marie Hélène, Tochter von Kronprinz Philipp von Belgien und Prinzessin Mathilde d'Udekem d'Acoz
- 1. Dezember: Toshi no miya Aiko (Prinzessin von Japan), Tochter des derzeitigen japanischen Kronprinzen Naruhito und Prinzessin Masako
1. Halbjahr
- 1. Januar: Ray Walston, US-amerikanischer Schauspieler ( - 1914)
- 2. Januar: William P. Rogers, US-amerikanischer Außenminister ( - 1913)
- 8. Januar: Alfred Neumann (SED), deutscher Politiker, Minister für Materialwirtschaft der DDR ( - 1909)
- 12. Januar: Luíz Bonfá, brasilianischer Komponist und Gitarrist ( - 1922)
- 12. Januar: William Hewlett, Gründer von Hewlett-Packard ( - 1913)
- 12. Januar: Adhemar Ferreira da Silva, brasilianischer Leichtathlet ( - 1927)
- 14. Januar: Karl Bednarik, österreichischer Maler und Schriftsteller ( - 1915)
- 14. Januar: Burkhard Heim, deutscher Sprengstofftechniker, Physiker und Gelehrter ( - 1925)
- 16. Januar: Laurent-Désiré Kabila, von 1997 bis 2001 Präsident der Demokratischen Republik Kongo ( - 1939)
- 21. Januar: Ludwig Engelhardt, deutscher Bildhauer ( - 1924)
- 24. Januar: Eduard Schütz, baptistischer Theologe ( - 1928)
- 26. Januar: Ingeborg Bingener, Autorin und Politikerin (Die Tierschutzpartei) ( - 1922)
- 28. Januar: Hartmut Reck, deutscher Filmschauspieler und Synchronsprecher ( - 1932)
- 28. Januar: Max Weiler, österreichischer Maler ( - 1910)
- 31. Januar: Heinz Starke, deutscher Politiker ( - 1911)
- 4. Februar: J. J. Johnson, US-amerikanischer Jazz-Musiker ( - 1924)
- 6. Februar: Kurt Neuwald, Vorsitzender des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden in Westfalen-Lippe ( - 1906)
- 7. Februar: Anne Morrow Lindbergh, Ehefrau, Co-Pilotin und Navigatorin von Charles A Lindbergh ( - 1906)
- 8. Februar: Giuseppe Casoria, Kardinal der römisch-katholischen Kirche ( - 1908)
- 8. Februar: Tisa von der Schulenburg, deutsche Künstlerin und Ordensschwester ( - 1903)
- 9. Februar: Herbert Simon, Sozialwissenschaftler, Nobelpreisträger für Wirtschaftswissenschaften ( - 1916)
- 11. Februar: Maurice Zermatten, Schweizer Schriftsteller ( - 1910)
- 12. Februar: Kristina Söderbaum, Schauspielerin ( - 1912)
- 13. Februar: Manuela (Sängerin), deutsche Schlagersängerin ( - 1943)
- 16. Februar: Helen Vita, deutsche Chansonni??re, Schauspielerin und Kabarettistin ( - 1928)
- 17. Februar: Richard Wurmbrand, rumänischer lutherischer Pfarrer ( - 1909)
- 18. Februar: Balthus, polnisch-französischer Maler ( - 1908)
- 19. Februar: Charles Trenet, französischer Sänger, Komponist, Dichter und Maler ( - 1913)
- 19. Februar: Stanley Kramer, US-amerikanischer Regisseur und Filmproduzent ( - 1913)
- 21. Februar: José Alí Lebrún Moratinos, Erzbischof von Caracas und Kardinal der römisch-katholischen Kirche ( - 1919)
- 22. Februar: Evelyn Holt, deutsche Schauspielerin ( - 1908)
- 24. Februar: Claude Elwood Shannon, US-amerikanischer Mathematiker ( - 1916)
- 25. Februar: Paul Huber, Schweizer Komponist ( - 1918)
- 26. Februar: Jale Inan, türkische Archäologin ( - 1917)
- 26. Februar: Arturo Uslar Pietri, Venezolanischer Schriftsteller, Diplomat und Politiker ( - 1906)
- 28. Februar: Dale Earnhardt, US-amerikanischer NASCAR-Fahrer ( - 1951)
- 1. März: John Painter, ältester Mann der Welt (zweifelhaft) vom 29. April 1999 bis zu seinem Tod
- 4. März: Gerardo Barbero, Schachgroßmeister ( - 1961)
- 8. März: Ninette de Valois, Tänzerin des klassischen Balletts und Gründerin des Royal Ballet ( - 1898)
- 12. März: Robert Ludlum, US-amerikanischer Schriftsteller, Schauspieler und Produzent ( - 1927)
- 17. März: Boris Wiktorowitsch Rauschenbach, sowjetischer Physiker ( - 1915)
- 18. März: Kurt Muthspiel, österreichischer Chorerzieher und Komponist ( - 1931)
- 21. März: Heinrich Krebs, Richter am deutschen Bundessozialgericht ( - 1910)
- 22. März: William Hanna, US-amerikanischer Zeichentrickfilmer und Produzent ( - 1910)
- 22. März: Sabiha Gökçen, Kampfpilotin ( - 1913)
- 23. März: David McTaggart, Greenpeace-Aktivist und Funktionär ( - 1932)
- 26. März: Piotr Sobociński, polnischer Kameramann ( - 1958)
- 29. März: John Lewis (Pianist), US-amerikanischer Jazz-Musiker (Pianist und Komponist) ( - 1920)
- 31. März: Clifford Shull, Physiker ( - 1915)
- 31. März: Gillian Dobb, US-amerikanische Schauspielerin ( - 1929)
- 2. April: Jennifer Syme, Freundin des Schauspielers Keanu Reeves ( - 1972)
- 3. April: Martin Christoffel, Schweizer Schachspieler ( - 1922)
- 7. April: Beatrice Straight, US-amerikanische Schauspielerin ( - 1914)
- 9. April: Emil Carlebach, Widerstandskämpfer in Buchenwald, MdL und Journalist ( - 1914)
- 12. April: Harvey Ball, Erfinder des „Smileys“ ( - 1921)
- 15. April: Joey Ramone, US-amerikanischer Sänger der Band Ramones ( - 1951)
- 16. April: Klaus Kindler, deutscher Schauspieler und Synchronsprecher ( - 1930)
- 17. April: Vera Brühne, mutmaßliche Doppelmörderin ( - 1910)
- 19. April: Edith Picht-Axenfeld, deutsche Cembalistin ( - 1914)
- 20. April: Giuseppe Sinopoli, italienischer Dirigent, Komponist, Mediziner und Archäologe ( - 1946)
- 22. April: Heiko Augustinus Oberman, reformierter Kirchenhistoriker ( - 1930)
- 23. April: Raymund Schmitt, Präsident des Bezirkstages von Unterfranken ( - 1930)
- 23. April: Albert Oeckl, deutscher Professor ( - 1909)
- 23. April: Carl Zimmerer, deutscher Wirtschaftswissenschaftler ( - 1926)
- 28. April: Evelyn Künneke, deutsche Sängerin, Tänzerin und Schauspielerin ( - 1921)
- 28. April: Marie Jahoda, österreichische Soziologin ( - 1907)
- 29. April: Andy Phillip, US-amerikanischer Basketballspieler ( - 1922)
- 30. April: Andreas Kupfer, deutscher Fußballspieler ( - 1914)
- 2. Mai: Heinz te Laake, Künstler der Malerei, Kinetik und Skulptur ( - 1925)
- 2. Mai: Wolfgang Greese, deutscher Schauspieler ( - 1926)
- 4. Mai: Rudi Strahl, deutscher Dramatiker, Erzähler und Lyriker ( - 1931)
- 7. Mai: Elisabeth Reichelt, deutsche Kammersängerin und Koloratursopranistin ( - 1910)
- 9. Mai: Johannes Poethen, deutscher Schriftsteller ( - 1928)
- 9. Mai: Heinz Bethge, deutscher Physiker ( - 1919)
- 9. Mai: Nikos Sampson, zypriotischer Politiker, Präsident der Republik Zypern ( - 1935)
- 10. Mai: Werner Schuster, deutscher Politiker ( - 1930)
- 11. Mai: Douglas Adams, englischer Schriftsteller ( - 1952)
- 11. Mai: Klaus Schlesinger, deutscher Schriftsteller und Journalist ( - 1937)
- 12. Mai: Perry Como, US-amerikanischer Sänger ( - 1912)
- 13. Mai: Jason Miller, US-amerikanischer Schauspieler und Dramatiker ( - 1939)
- 15. Mai: Alexei Andrejewitsch Tupolew, russischer Flugzeugkonstrukteur ( - 1925)
- 19. Mai: Hans Mayer, deutscher Literaturwissenschaftler, Jurist, Sozialforscher, Kritiker ( - 1907)
- 19. Mai: Eliza Hansen, deutsche Klavierpädagogin, Pianistin und Cembalistin ( - 1909)
- 24. Mai: Wolfgang Kimmig, deutscher Prähistoriker ( - 1910)
-
Berlin
Berlin ist Hauptstadt, bevölkerungsreichste und flächengrößte Stadt Deutschlands. Sie ist Stadtstaat und ein eigenständiges Bundesland. Berlin ist nach London die zweitgrößte Stadt der EU.
Historisch war Berlin mehrfach Hauptstadt deutscher Staaten wie des Markgrafentums/Kurfürstentumes Brandenburg, des Königreiches Preußen, des Deutschen Reiches oder der DDR (nur der damalige Ostteil der Stadt). Seit der Wiedervereinigung am 3. Oktober 1990 ist Berlin gesamtdeutsche Hauptstadt und seit dem Hauptstadtbeschluss des Deutschen Bundestages von 1991 nimmt die Stadt seit 1999 auch die Funktion als Parlaments- und Regierungssitz Deutschlands wahr.
Die Stadt ist ein bedeutender Verkehrsknotenpunkt und ein wichtiges Wirtschafts-, Kultur- und Bildungszentrum mit zahlreichen Universitäten, Hochschulen, Forschungseinrichtungen, Theatern, Museen und Baudenkmälern.
Geordnete Links auf Artikel mit Berlinbezug finden sich im Portal:Berlin.
Geografie
Geografische Lage
Portal:Berlin
Berlin ist gänzlich vom Bundesland Brandenburg umgeben und liegt im Osten der Bundesrepublik Deutschland, etwa 70 km westlich der Grenze zu Polen. Die Stadt ist einer der Verdichtungsräume der Bundesrepublik.
Berlin befindet sich in eiszeitlich geprägter Landschaft im Warschau-Berliner Urstromtal zwischen den Hochebenen des Barnim und des Teltow. Das historische Zentrum Berlins liegt an der schmalsten Stelle des von der Spree in ost-westlicher Richtung durchflossenen Urstromtals. Im westlichsten Bezirk Spandau mündet die Spree in die Havel, die den Westen Berlins in Nord-Süd Richtung durchfließt. Der Flusslauf der Havel ähnelt dabei oft einer Seenlandschaft, die größten Ausbuchtungen bilden der Tegeler See und der Große Wannsee.
Wesentliche Teile des heutigen Berlins liegen auf den beiden Hochebenen: Große Teile der Bezirke Reinickendorf und Pankow liegen auf dem Barnim, während der Hauptteil der Bezirke Charlottenburg-Wilmersdorf, Steglitz-Zehlendorf, Tempelhof-Schöneberg und Neukölln auf dem Teltow gelegen ist.
Weder zum Urstromtal noch zum Barnim oder Teltow gehört Berlin-Spandau westlich der Havel, das zum Teil der Nauener Platte zuzurechnen ist.
Die höchsten Erhebungen Berlins sind der aus Trümmerschutt des Zweiten Weltkriegs künstlich aufgeschüttete Teufelsberg (115 m ü. NN) im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf und die Müggelberge (115 m) im Bezirk Treptow-Köpenick.
Siehe auch: Liste der Erhebungen in Brandenburg und Berlin
Stadtgliederung
Nach dem Gebietsreformgesetz vom 10. Juni 1998 wurde die Zahl der Verwaltungsbezirke zum 1. Januar 2001 von 23 auf 12 reduziert. Berlin ist seitdem gegliedert in die Bezirke:
- Charlottenburg-Wilmersdorf
- Friedrichshain-Kreuzberg
- Lichtenberg
- Marzahn-Hellersdorf
- Mitte
- Neukölln
- Pankow
- Reinickendorf
- Spandau
- Steglitz-Zehlendorf
- Tempelhof-Schöneberg
- Treptow-Köpenick
Siehe auch: Liste der Bezirke und Ortsteile Berlins
Klima
Die Stadt befindet sich in der gemäßigten Klimazone. Die durchschnittliche Jahrestemperatur in Berlin-Dahlem beträgt 9,2 Grad Celsius und die mittlere jährliche Niederschlagsmenge 578 Millimeter.
Die wärmsten Monate sind Juni, Juli und August mit durchschnittlich 16,6 bis 18,4 Grad Celsius und die kältesten Dezember, Januar und Februar mit 0,5 bis 1,8 Grad Celsius im Mittel.
Der meiste Niederschlag fällt in den Monaten Juni und August mit 62 bis 67 Millimeter im Durchschnitt, der wenigste im Februar, April und Oktober mit 36 bis 38 Millimeter im Mittel.
Geschichte
Hauptartikel: Geschichte Berlins
Die Stadt Cölln, Teil der Doppelstadt Berlin-Cölln (auf der Spreeinsel gelegen), wurde 1237 erstmals urkundlich erwähnt, 1244 folgte dann die Erwähnung Berlins, welches sich auf dem nördlichen Ufer der Spree befand. Die beiden Städte bekamen 1307 ein gemeinsames Rathaus. Der Name Berlin hat nichts mit dem Bären im heutigen Stadtwappen zu tun. Er geht vermutlich auf die slawische Silbe berl (Sumpf) zurück.
1415 wurde Friedrich I. Kurfürst der Mark Brandenburg und blieb dies bis 1440. Mitglieder der Familie Hohenzollern regierten bis 1918 in Berlin, erst als Markgrafen von Brandenburg, dann als Könige von Preußen und schließlich als deutsche Kaiser. Die Einwohner von Berlin haben diese Veränderungen nicht immer begrüßt.
Preußen
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